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Wie kann ich mir den Sprachaufenthalt vorstellen

Wie kann ich mir den Sprachaufenthalt vorstellen?
Wie werden die Gastfamilien ausgewählt? Wie kann ich mir meine Gastfamilie vorstellen?
Wie sind die Unterkünfte in einem Wohnheim?
Wie sind die Mahlzeiten? Was ist, wenn ich eine besondere Ernährung brauche (aus medizinischen, religiösen oder anderen Gründen)?
Welche Regeln gelten während des Sprachaufenthaltes?
Wie viel Freizeit werde ich während des Sprachaufenthaltes haben?
Wie werde ich während der Sprachreise betreut?
Wie sehr werden sich meine Sprachkenntnisse durch die Sprachreise verbessern?
Wer sind die anderen Teilnehmer, die mit mir zusammen an dem Programm teilnehmen?

Wie werden die Gastfamilien ausgewählt? Wie kann ich mir meine Gastfamilie vorstellen?
Weshalb ist es toll, bei einer Gastfamilie zu wohnen? Wenn man bei einer Gastfamilie lebt, bekommt man Informationen „aus erster Hand“ über die Kultur vor Ort, und man lernt das Leben in einem anderen Land wirklich von innen kennen. Außerdem halten die Freundschaften, die man dabei schließt, oft ein Leben lang! Wir sind überzeugt, dass der Erfolg eines Auslandsaufenthaltes zu großen Teilen von der Gastfamilie abhängt. Deshalb wählen unsere Mitarbeiter vor Ort die Gastfamilien sehr sorgfältig aus und besuchen diese im Vorfeld immer.
Unsere Gastfamilien sind:
• Warmherzig, offen und sympathisch,
• Stolz darauf, jungen Menschen ihre Lebensweise und ihre Sprache nahezubringen,
• Bereit, einen Austauschschüler mit offenen Armen in ihre Familie und ihre Gemeinschaft aufzunehmen,
• Sich darüber bewusst, dass junge Menschen heute zu Weltbürgern heranwachsen müssen.
Manchmal werden die Schüler in Einzelzimmern untergebracht, manchmal teilen sie sich ein Zimmer mit einem anderen Jugendlichen. Das hängt vom Zielland und dem jeweiligen Sprachprogramm ab. Definitiv teilen sich aber nie Mädchen und Jungen ein Zimmer. In der Regel werden auch nur Jugendliche in einem Zimmer untergebracht, die etwa im gleichen Alter sind (zwischen denen nicht mehr als 4 Jahre Altersunterschied liegen). Die Gastfamilien in unseren Programmen sind nicht verpflichtet, Freizeitaktivitäten für zu organisieren – viele tun es aber freiwillig. Du solltest aber auf jeden Fall selbständig genug sein, deine Freizeit selbst gestalten zu können.
Bedenke, dass eine Gastfamilie auch aus einem einzelnen Erwachsenen bestehen kann, mit oder ohne Kinder. Es können auch Rentner oder Paare mit kleinen Kindern sein. Die Gastfamilie hat nicht unbedingt Kinder in deinem Alter. Es ist wichtig, dass du nicht die „perfekte“ Familie erwartest, sondern offen bist für die Familie, die dich so herzlich aufnimmt. Es kann auch sein, dass der soziale Hintergrund, die Hautfarbe oder Religion deiner Gastfamilie anders ist als bei dir zuhause. Bitte verstehe, dass du tolerant sein musst und die Menschen genauso akzeptieren solltest wie sie dich. Ganz wichtig ist es, dass du dich bestmöglich an das Leben deiner Gastfamilie anpasst – denn nur so lernst auch du selbst die Kultur und Lebensweise in dem jeweiligen Land wirklich kennen.
Alle Gastfamilie werden von unseren Mitarbeitern zuerst besucht, bevor sie für das Programm ausgewählt werden. Bei diesem Besuch erklären unsere Mitarbeiter den Familien die Ziele des Programms. Von den Familien wird erwartet, dass sie dich nicht nur aufnehmen, sondern dir auch ihre Kultur und Lebensweise nahe bringen.
Du solltest allerdings nicht davon ausgehen, dass die Gastfamilie für dich Touristen-Ausflüge organisiert.
Beachte bitte, dass die Familien entweder ehrenamtlich Gastschüler aufnehmen oder dafür bezahlt werden – je nach Programm.
Eine Gastfamilie kann bis zu 3 Austauschschüler zur gleichen Zeit aufnehmen – aber immer nur einen pro Sprache; z.B. eine/n Deutsche/n, eine/n Kanadier/in und eine/ Mexikaner/in. Du kannst also sogar deine Gastfamilie mit anderen jungen Menschen aus der ganzen Welt teilen. Ergreif diese Chance und finde neue Freunde überall!
Bitte sei auf jeden Fall freundlich und respektvoll. Denke daran, dass du ein richtiger Teil der Familie bist und kein Gast. Du kannst mit der Familie zusammen essen, im Haushalt helfen und mit ihnen genauso reden wie mit deiner eigenen Familie.
Die Unterbringung in Gastfamilien ist das Herzstück unserer Austauschprogramme und wir haben mehr als 50 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet!

Wie sind die Unterkünfte in einem Wohnheim?
Wir bieten auch Programme an, in denen die Teilnehmer in Wohnheimen untergebracht werden.
Das können z.B. Wohnheime einer Schule sein oder Wohnheime speziell für Jugendliche.
Hier wird man unter Umständen in Mehrbettzimmern untergebracht (bis maximal 6 Betten pro Zimmer).
Bitte beachte, dass in manchen Wohnheimen die Zimmer aus Sicherheitsgründen nicht abgeschlossen werden können.
Erwarte bitte nicht gleich, in einem besonders luxuriösen Wohnheim untergebracht zu werden. Die Wohnheime bieten für einen kürzeren Aufenthalt alles, was man braucht, sind aber keine Hotels. Die Bäder werden möglicherweise von mehreren Zimmern geteilt. Zimmer und Bäder sind aber immer für Männer und Frauen getrennt.
Von den Verantwortlichen der Wohnheime wird oft eine Kaution für das Zimmer verlangt, die selbstverständlich am Ende des Aufenthaltes zurückerstattet wird, sofern keine Schäden verursacht wurden.
Insbesondere bei den Programmen der “Internationalen Sprachschulen” bieten wir meist eine Unterbringung in einem Wohnheim an. Bitte informiere dich auf den Webseiten der jeweiligen Sprachschulen genauer über die Wohnheime.

Wie sind die Mahlzeiten? Was ist, wenn ich eine besondere Ernährung brauche (aus medizinischen, religiösen oder anderen Gründen)?
In der Regel erhältst du warme Mahlzeiten, wenn die Mahlzeiten im Programmpaket enthalten sind. Bei Exkursionen und Ausflügen bekommst du Lunchpakete für das Mittagessen (bei einer Unterbringung in Vollpension) und, wenn der Ausflug sehr lang dauert, auch ein kaltes Abendessen.
Da die Gastfamilien und die Köche in den Wohnheimen für alle gemeinsam kochen, können sie in der Regel nicht auf besondere Essenswünsche einzelner Teilnehmer eingehen – außer natürlich aus medizinischen oder religiösen Gründen.
Du solltest bereit sein, alles zumindest zu probieren, was die Gastfamilie kocht. Sonst fühlen sich die Gastfamilien vielleicht zurückgewiesen.
Je nach Programm wirst du untergebracht in
- Vollpension = Frühstück, Mittagessen oder Lunchpaket und Abendessen (pro Übernachtung).
- Halbpension = Frühstück und Abendessen (pro Übernachtung).
Wenn du bestimmte Allergien hast, eine spezielle Diät verfolgen musst oder aus anderen gesundheitlichen oder religiösen Gründen besondere Mahlzeiten essen möchtest, bitten wir dich, das bei der Anmeldung auf dem Bewerbungsformular anzugeben.
Wenn du uns erst sehr spät (während des Aufenthaltes) Bescheid gibst, können wir unter Umständen nichts mehr ändern.

Welche Regeln gelten während des Sprachaufenthaltes?
Abhängig von dem Programm, an dem du teilnimmst, gelten unterschiedliche Regeln. Damit sind ebenso programmspezifische Regeln, wie die Regeln der Gastfamilie oder des Wohnheims und natürlich auch die Regeln von Nacel gemeint. Du wirst darüber rechtzeitig vor deiner Abreise informiert. Wenn du dazu Fragen hast, zögere bitte nicht, uns zu kontaktieren.
Jeder Teilnehmer und jede Gruppe wird selbstverständlich von unseren Mitarbeitern vor Ort betreut. Sie kümmern sich darum, dass die Jugendlichen den Aufenthalt genießen und auch die Gastfamilien und die Mitarbeiter der Wohnheime und Schulen zufrieden sind.
Frage deine Gastfamilie oder die Verantwortlichen im Wohnheim bei deiner Ankunft:
1) Welche täglichen Aufgaben habe ich noch, außer mein Bett zu machen, mein Zimmer ordentlich zu halten und das Badezimmer sauber zu machen, wenn ich es benutzt habe?
2) Wie kann ich meine Wäsche waschen?
3) Wo kann ich meine Toilettenartikel lassen? Zu welcher Zeit kann ich am Besten das Badezimmer benutzen? Wie lange darf ich die Dusche belegen?
4) Wann finden die Mahlzeiten statt? Welche Mahlzeiten nimmt die Familie gemeinsam ein?
5) Könnte ich mithelfen, z.B.: den Tisch decken oder abräumen, das Geschirr waschen oder abtrocknen, nach den Mahlzeiten alle wegräumen, den Müll rausbringen?
6) Darf ich mir selbst jederzeit Essen oder Getränke nehmen oder sollte ich vorher fragen?
7) Welche Zimmer sind privat/sollte ich nicht ohne zu fragen betreten?
8) Darf ich in meinem Zimmer Bilder oder Poster aufhängen, ein Bücherbrett anbringen oder die Möbel umstellen?
9) Wann sollte ich unter der Woche morgens aufstehen? Wie ist es an Wochenenden und Feiertagen?
10) Darf ich am Tage Freunde nach Hause einladen? Dürfen meine Freunde auch einmal übernachten?
11) Wie kann ich zur Schule, zu meinen Sprachkursen, zu Freunden etc. fahren. Gibt es öffentliche Verkehrsmittel? Was sollte ich beachten?
12) Welche Regeln gelten in der Gastfamilie/im Wohnheim für Auslandstelefonate?
13) Welche Regeln gelten für die Benutzung von Computern (darf ich z.B. nur eine bestimmte Zeit lang einen Computer benutzen)?
14) Wann und wie lange darf ich fernsehen?
15) Ich möchte niemanden verletzen oder stören, aber wennn ich aus Versehen etwas tue, daseuch stört, sagt mit das bitte.
Denke immer daran: Der Schlüssel zu einem entspannten und angenehmen Verhältnis zu anderen ist eine ganz offene Kommunikation!

Wie viel Freizeit werde ich während des Sprachaufenthaltes haben?
Je nach ausgewähltem Programm wirst du etwas mehr oder etwas weniger Zeit zur freien Verfügung haben. In manchen Programmen werden z.B. sehr viele Freizeitkurse und Unternehmungen organisiert. In anderen Programmen, z.B. in den Internationalen Sprachschulen, haben die Schüler dagegen nach ihren Sprachkursen sehr viel Freizeit. Im Allgemeinen kann man sagen, dass man in den Programmen die meiste Freizeit hat, die es auch erfordern, dass man möglichst selbständig ist (auch wenn es ein paar Ausnahmen für diese Regel gibt).

Wie werde ich während der Sprachreise betreut?
Die Intensität der Betreuung hängt ebenfalls vom jeweiligen Programm ab.
In einigen Programmen, z.B. bei dem One To One-Programm, gibt es kaum Betreuung, weil diese Programme eher für ältere Jugendliche und Erwachsene gedacht sind. Hier sollten die Schüler selbständig genug sein, auch ohne eine intensivere Betreuung zurechtzukommen. Selbstverständlich ist aber immer ein Mitarbeiter von Nacel vor Ort, an den man sich wenden kann, wenn man Fragen hat oder Hilfe braucht. Ziel dieser Programme ist es aber, sich so selbständig wie möglich wirklich auf den Auslandsaufenthalt einzulassen.
Andere Programme dagegen, wie Sprachkurse, Homestay-Programme und High School Programme, bieten eine sehr viel intensivere Betreuung und Unterstützung. Hier sind die Teilnehmer weniger auf sich allein gestellt.
Bei einer Unterbringung in einer Gastfamilie, sollte man sich natürlich an die Regeln dieser Familie halten. Das kann z.B. heißen, dass du zu einer bestimmten Uhrzeit wieder nach Hause kommen musst oder abends vielleicht ohne die Erlaubnis der Gastfamilie gar nicht alleine ausgehen darfst. Auch in den Wohnheimen gibt es natürlich bestimmte Regeln.
Unter Umständen werden deine Eltern gebeten, dir eine Erlaubnis auszustellen, dass du alleine ausgehen darfst.

Wie sehr werden sich meine Sprachkenntnisse durch die Sprachreise verbessern?
Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Wie sehr die Sprachkenntnisse sich verbessern, hängt ebenso vom deinem Sprachprogramm ab (wie intensiv es z.B. ist), wie von deinen eigenen Lernfähigkeiten – und vor allem natürlich von deinem Willen, das Beste aus der Sprachreise herauszuholen.
Wenn du dich richtig auf den Sprachaufenthalt einlässt, wirst du mit absoluter Sicherheit bei deiner Heimkehr eine deutliche Verbesserung deiner Sprachkenntnisse feststellen – auch wenn du während des Aufenthaltes selbst vielleicht noch wenig davon gemerkt hast. Je mehr Begeisterung man für das Lernen der Fremdsprache aufbringt und je mehr man versucht, sich in dieser Sprache vor Ort zu verständigen, desto größer werden die Erfolge am Ende auch sein. Schau dir auch die einzelnen Schritte der Sprachverbesserung an!

Wer sind die anderen Teilnehmer, die mit mir zusammen an dem Programm teilnehmen?
In einigen Programmen (z.B. Homestay-Programme) wirst du wahrscheinlich alleine in einer Gastfamilie untergebracht. An anderen Programmen nehmen dagegen auch andere Jugendliche aus aller Welt teil. Dabei lernt man nicht nur Menschen aus anderen Kulturen kennen, sondern muss sich auch immer in der Sprache des Gastlandes unterhalten, einfach, weil das die einzige Sprache ist, die alle teilen.

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