Während meines Sprachaufenthaltes
Während des Sprachaufenthaltes!
Was passiert am ersten Tag des Sprachaufenthaltes?
Wie gehe ich am Besten mit kulturellen Unterschieden um?
Wie kann ich mich am Besten auf meine Gastfamilie einstellen?
Was ist, wenn ich Schwierigkeiten mit meiner Gastfamilie habe oder wenn wir einfach nicht so gut zusammenpassen?
Was ist, wenn ich Heimweh bekomme? Ist es ok, oft mit meinen Eltern zu telefonieren?
Was passiert, wenn ich während der Reise krank werde?
Wie kann ich meine Eltern im Notfall erreichen, während ich im Ausland bin?
Was passiert am ersten Tag des Sprachaufenthaltes?
Du wirst von der Gastfamilie, den Mitarbeitern der Schule und/oder den Mitarbeitern von Nacel vor Ort willkommen geheißen. An diesem Tag wirst du viele hilfreiche Informationen bekommen und eventuell andere Teilnehmer des Austauschprogramms kennenlernen. Die Gastfamilie wird dir z.B. zeigen, wie du zur Schule oder zu deinen Sprachkursen kommst, welchen Bus du nehmen musst, wenn das nötig ist u.v.m. Du kannst ja nicht jeden Tag zur Schule begleitet werden und wirst wahrscheinlich meist öffentliche Verkehrsmittel nehmen. Wenn du Fragen zu den einzelnen Programmen hast, wende dich gerne an uns!
Wie gehe ich am Besten mit kulturellen Unterschieden um?
Um eine neue Kultur zu entdecken, braucht man ein Bisschen Abenteuerlust und Neugierde, die Fähigkeit, aus eigenen Fehlern zu lernen, und Offenheit, um die Menschen so anzunehmen, wie sie sind. Bei einem Auslandsaufenthalt wirst du dich sogar auf eine ganze Menge neuer Dinge einstellen müssen: Die Lebensweise deiner neuen Freunde, die deiner Gastfamilie und deiner Lehrer, die Sprache und ganz unbekannte Situationen. Nicht nur ist die Kultur des Landes neu für dich, sondern auch die Subkulturen, die jede soziale Gruppe (Freundeskreise, Familie, Schule usw.) hat. Begegne dem ganz offen und sei gespannt darauf, Neues zu entdecken. Das, was dir zuhause so normal vorkommt, ist in anderen Ländern vielleicht ganz anders.
Weißt du übrigens, was man unter “Kultur” eigentlich versteht? Dazu gibt es eine Menge verschiedener Definitionen. Vielleicht hast du sogar deine eigene Vorstellung davon. Die Wissenschaftler M. Haralambos und M. Holborn zitieren in ihrem Buch „Sociology, Themes and Perspectives“(1990, 3. Auflage) die Definition von Ralph Linton zu „Kultur“:
“… the culture of a society is the way of life of its members; the collection of ideas and
habits which they learn, share and transmit from generation to generation …
…members of society usually take their culture for granted. It has become so much a part of them that they are often unaware of its existence… culture defines accepted ways of behaving for members of a particular society. Such definitions vary from society to
society… “
(Übersetzung: Die Kultur einer Gesellschaft ist die Lebensweise ihrer Mitglieder; die Ansammlung von Ansichten und Gewohnheiten, die sie erlernen, teilen und von Generation zu Generation weitergeben [...] Die Mitglieder einer Gesellschaft sehen ihre eigene Kultur in der Regel als selbstverständlich an. Ihre Kultur ist so sehr ein Teil von ihnen, dass sie sich ihrer Existenz möglicherweise gar nicht bewusst sind [...] Kultur bezeichnet Arten, sich zu verhalten, für die Mitglieder einer bestimmten Gesellschaft oder Gemeinschaft. Die Definitionen sind also von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich.)
Wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen aufeinandertreffen, sind Missverständnisse und sogar Konflikte relativ wahrscheinlich – es sei denn, die Menschen sind sich bewusst, dass ihre Kulturen ihr Verhältnis zueinander beeinflussen.
Oft bemerken wir gar nicht, wie sehr unsere Persönlichkeit und die Art, wie wir die Welt sehen, eigentlich von der Kultur beeinflusst werden, in der wir leben. Das Bewusstsein darüber ist etwas, das du aus einem Auslandsaufenthalt mitnehmen kannst und das dir immer wieder überall auf der Welt zugutekommen wird.
Denk einfach daran: Die Hauptsache ist, dass du deinen Humor behältst und die Fähigkeit, auch über dich selbst zu lachen!
Natürlich wird es auch Momente geben, in denen du Fehler machst. Mach dir darüber keine Sorgen. Das gehört genauso zu einer solchen internationalen Erfahrung dazu.
Wie kann ich mich am Besten auf meine Gastfamilie einstellen?
Hier sind ein paar Tipps für dich:
1) Rede mit deiner Gastfamilie! Sei offen zu ihnen und sprich einfach mit ihnen über alles, was dich interessiert, berührt, belastet usw. Erzähle ihnen z.B. von deinen Erlebnissen in der neuen Schule, wo du nachmittags hingehen möchtest und wann du zurückkommen wirst. Frag sie offen nach den Regeln ihrer Familie, ihrem Tagesablauf oder wie sie die Benutzung des Badezimmers regeln, so dass nicht alle zur gleichen Zeit duschen wollen.
2) Stell Fragen! Frag deine Gastfamilie, wenn du etwas nicht weißt oder nicht verstehst. Du wirst bestimmt am Anfang nicht gleich alles verstehen, aber du kannst dir sicher sein, dass deine Gastfamilie dir helfen möchte. Vielleicht fühlst du dich zuerst ein Bisschen unselbständig, aber das wird sich schnell ändern. Zögere nicht, Fragen zu stellen. Es ist weder peinlich noch unhöflich, viel zu fragen, sondern ganz normal und wird erwartet.
3) Sprich auch Schwierigkeiten an. Manchmal wird es dir oder auch deiner Gastfamilie vielleicht schwerer fallen, euch auf einander einzustellen. Es ist ganz wichtig, über solche kleinen Frustrationen zu sprechen, auch wenn sie einem gar nicht so wichtig vorkommen. Sprich mit deiner Gastfamilie über alle möglichen Schwierigkeiten. Auch wenn du z.B. krank wirst, sag es deiner Gastfamilie gleich.
4) Gib dir selbst Zeit, dich einzugewöhnen. Du wirst dir vielleicht schon in den ersten Tagen ein bestimmtes Bild von deiner Gastfamilie machen – aber das muss nicht unbedingt stimmen. In der ersten Zeit nach deiner Ankunft macht deine Gastfamilie vielleicht besonders viele Ausflüge mit dir, kocht spezielle Gerichte für dich und ist ganz besonders höflich zu dir. Erst nach und nach werdet ihr euch wohler mit einander fühlen und euch ganz normal mit einander verhalten.
5) Nimm am Familienleben teil. Versteck dich nicht in deinem Zimmer, auch wenn du am Anfang noch ein Bisschen unsicher bist. Wenn du Heimweh hast, wird das nur noch schlimmer, wenn du dich alleine in deinem Zimmer verkriechst. Hab lieber Spaß mit deiner Gastfamilie und mach an den Abenden und Wochenenden etwas mit ihnen gemeinsam.
6) Sei offen und betrachte Unterschiede zu dem, was du kennst, als neue und spannende Erfahrungen. Das ist deine Chance, viele neue Dinge zu entdecken und auszuprobieren, die du zuhause nicht machen kannst. Ergreif die Gelegenheit und nimm so viel wie möglich aus dieser Erfahrung mit!
7) Sei höflich und freundlich. Das ist ganz wichtig. Vielleicht redest du mit deiner Familie zuhause nicht so viel, aber wenn du mit deiner Gastfamilie nicht sprichst, dann denken sie vielleicht, du seist unglücklich oder hättest Heimweh. Wenn dir etwas gefällt oder du etwas besonders magst, dann sag ihnen das auch. Ein „Dankeschön“ und ein kleines Lächeln können so viel bewirken!
8) Hilf auch bei der Hausarbeit. Ganz ehrlich, du wärst überrascht, wie viel es deiner Gastfamilie bedeutet, wenn du z.B. anbietest, das Geschirr abzuwaschen.
Denk daran: Auch deine Gastfamilie ist bestimmt ein Bisschen aufgeregt, vor allem, wenn sie zum ersten Mal einen Gastschüler aufnimmt. Sie machen sich vielleicht Sorgen, ob du ihr Essen oder die Familienmitglieder magst. Wenn du offen und freundlich bist, beruhigst du sie auch. Am Ende deines Aufenthaltes wirst du sie bestimmt gar nicht mehr verlassen wollen!
Was ist, wenn ich Schwierigkeiten mit meiner Gastfamilie habe oder wenn wir einfach nicht so gut zusammenpassen?
Wenn es Schwierigkeiten gibt, dann versuch unbedingt, zuerst mit deiner Gastfamilie darüber zu reden. Die meisten Probleme legen sich schnell wieder, wenn man einfach darüber spricht, bevor ein kleines Problem zu einem großen wird. Sag deiner Gastfamilie, wie du dich fühlst und höre dir auch an, was sie zu sagen haben. Wenn es dir ganz unangenehm sein sollte, ein bestimmtes Problem mit deiner Gastfamilie anzusprechen, dann rede mit unseren Mitarbeitern vor Ort. Unsere Mitarbeiter stehen hinter dir und werden dir so gut es geht helfen.
Was ist, wenn ich Heimweh bekomme? Ist es ok, oft mit meinen Eltern zu telefonieren?
Heimweh kann natürlich jeder einmal bekommen, auch wenn man schon öfter ohne Schwierigkeiten alleine im Ausland war. Um Heimweh zu vermeiden, bleib regelmäßig in Kontakt mit deinen Eltern – aber nicht allzu oft. Lies auch unsere Tipps zur Vorbereitung der Reise. Wenn es der erste Auslandsaufenthalt für dich ist, dann ist vermutlich eine kürzere Sprachreise die beste Wahl, damit du so etwas erst einmal ausprobieren kannst. Das Ziel der meisten Programme ist es, richtig in Sprache und Kultur des jeweiligen Landes einzutauchen. Es ist ganz normal, wenn du während der ersten Tage ein Bisschen Heimweh hast. Wenn du aber zu häufig mit deinen Eltern telefonierst oder mailst, kann das deine Eingewöhnung in die neue Umgebung verlangsamen. Ab und zu zu telefonieren ist natürlich wichtig und auch absolut in Ordnung, aber tägliche Telefonate können Heimweh sogar noch verstärken.
Was passiert, wenn ich während der Reise krank werde?
Unsere Mitarbeiter vor Ort und die Gastfamilie werden mit dir selbstverständlich einen Arzt aufsuchen und aufpassen, dass du die erforderliche medizinische Versorgung bekommst, deine Medikamente nimmst usw. Falls ein Krankenhausaufenthalt, eine Operation oder eine Rückreise erforderlich sein sollte, sollte die Krankenversicherung zuerst informiert werden. Auch unser Team im Hauptsitz in Frankreich bietet einen 24 Stunden-Notfall-Service an, 365 Tage im Jahr, und wird dich bei Bedarf gern unterstützen. Du erhältst die Notrufnummer rechtzeitig vor Beginn deines Sprachaufenthaltes.
Bitte denk daran, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Gegen einen Aufpreis kümmern wir uns natürlich auch gerne darum. Für weitere Informationen über die Krankenversicherungen, wende dich gern an uns!
Wie kann ich meine Eltern im Notfall erreichen, während ich im Ausland bin?
Nacel bietet einen 24 Stunden-Notruf an, 7 Tage die Woche. Deine Eltern und du erhalten die Notrufnummer rechtzeitig vor Beginn des Sprachaufenthaltes.
Minderjährige Teilnehmer unter 18 Jahren möchten wir bitten, zusätzlich zu Ihrem Sprachaufenthalt den Unterstützungsservice aller größeren Fluglinien und Zuggesellschaften für Minderjährige zu buchen, damit sie während der Reise betreut sind.
Die Programme von NACEL enthalten die Reise von Ihrem Heimatort zum Aufenthaltsort für den Sprachaufenthalt prinzipiell nicht. Eltern minderjähriger Kinder (unter 18 Jahren) werden gebeten, eine Reiseerlaubnis für ihr Kind zu unterschreiben.
Reisevorbereitung
Wie kann ich mir den Sprachaufenthalt vorstellen
Während des Sprachaufenthaltes